BUNDjugend  

Am Samstag, den 13. Oktober, fand bei strahlendem Sonnenschein der Workshop im Dresdner Gemeinschaftsgarten Wurzelwerk statt. 25 Teilnehmende aller Altersklassen waren dabei. Viele von ihnen hatten schon im eigenen Garten, auf dem Balkon oder manche sogar in ihrer Stadtwohnung Experimente mit Kompost, Terra-Preta oder Bokashi gemacht.

Zu Beginn der Veranstaltung machten wir uns mit den verschiedenen Bodenarten vertraut, die einem als Gärtner*in begegnen können. Wir lernten die unterschiedlichen Eigenschaften von Sand-, Ton- und Lehmböden kennen.. Jede Bodenart hat ihre Vor- und Nachteile. Am besten für den Gemüsegarten ist jedoch der nahrhafte Lehmboden. Vor allem wurde aber betont wie wichtig der Boden als Lebensraum für Bodenfauna und -flora ist, und dass intaktes Bodenleben die Grundlage für gesunden Gartenboden darstellt.

Nachdem das Verständnis dafür entstanden war, was gesunden Boden ausmacht, wurden die Grundprinzipien der Kompostherstellung theoretisch erörtert und dann praktisch umgesetzt. Das geschah indem die Teilnehmenden in zwei Gruppen durch den Gemeinschaftsgarten streiften, auf der Suche nach den passenden Zutaten für eine „Heißrotte“. Die erste Gruppe machte sich auf die Suche nach stickstoffhaltigen Bestandteilen und die zweite nach kohlenstoffhaltigem organischem Material. Zum Schluss wurde alles zusammen mit Bio-Abfällen und effektiven Mikroorganismen auf dem Komposthaufen gestapelt.

Abschließend lernten die Teilnehmenden noch zwei besondere Formen der Herstellung von fruchtbarer Gartenerde kennen. Die Terra-Preta, die auf einer7000 Jahre alten Herstellungsmethode südamerikanischer Urvölker beruht, und den Bokashi-Eimer mit dem sich der täglich anfallende Biomüll in fruchtbare Gartenerde verwandeln lässt.

Im Großen und Ganzen ein fruchtbarer Tag – nicht nur für die Bodenlebewesen.