BUNDjugend  

Plastic Attack in Leipzig

Am Montag, den 02. Juli fand in Leipzig, organisiert durch die BUNDjugend, eine kreative Protestaktion namens “Plastic Attack” statt. Dafür fanden sich 12 Menschen zusammen, die einen Einkauf der ganz besonderen Art durchführten, um auf die wachsende Problematik der Plastikverpackungen aufmerksam zu machen.

Die Teilnehmer*innen gingen gemeinsamen in einem Lebensmittelgeschäft einkaufen. Nach dem Einkauf begannen sie vor dem Supermarkt damit, ihre erworbenen Lebensmittel von den Verpackungen zu befreien. Von der Sojamilch, die per Trichter in Glasflaschen abgefüllt wurde bis über Karotten und Gurken, die ihrer künstlich eingeschweißten Zwangsjacken entledigt wurden, fand jeder Einkaufsartikel einen neuen Platz in den mitgebrachten Stoffbeuteln und Tupperdosen. In einem extra für “Plastic Attack” geschmückten Einkaufswagen wurde der Müll wieder zurück in den Supermarkt gefahren und dort entsorgt.

Weltweit werden jährlich 78 millionen Tonnen Plastikmüll produziert. Nur ein Bruchteil davon wird recycelt, ein Teil verbrannt. Etwa 32 Prozent des Mülls landen unkontrolliert in der Umwelt und sieben Millionen Tonnen jährlich im Meer. Plastik bleibt auch nach seiner Zersetzung als Mikropartikel im Naturkreislauf. Das hat zur Folge, dass Mikroplastik auch zurück in den menschlichen Organismus gelangt und sich dort ablagert. Was für eine Auswirkung das auf den menschlichen Körper hat, ist noch nicht wissenschaftlich untersucht…

Supermärkte können dazu beitragen, dass weniger Plastikmüll entsteht und damit auch weniger Müll in den Meeren landet. Darauf wollte die BUNDjugend Leipzig mit ihrer Plastic Attack Aktion aufmerksam machen. Bewusste Konsument*innen können mit Hilfe der Supermärkte ihre Einkaufsgewohnheiten verändern. Verpackungsfrei-Länden, die sich zum Beispiel in Dresden, Karlsruhe und Berlin gegründet haben, sind ein gutes Beispiel dafür. Auf lange Sicht gesehen würde eine solche Umstellung durch Supermärkte zu einer enormen Verringerung von Verpackungsmüll führen.