BUNDjugend  

Wolfstracking

Gar nicht so einfach die passenden Worte zu finden, um unseren Ausflug in die Wildnis zu beschreiben. Ein erlebnisreiches und aufregendes Wochenende liegt hinter uns, das ist mal klar. Was von den vielen Eindrücken und Erinnerungen aber das Beeindruckteste war, das ist schwer zu sagen. Natürlich ist es ein besonderes Erlebnis einen Wolf in der freien Natur zu beobachten, aber dieses außergewöhnliche Erlebnis steht neben vielen kleinen Momenten, die ebenso bereichernd waren.
Das Vogelkonzert am Morgen, das knisternde Feuer, der erste Tee aus Wildkräutern, der Geruch von Räucherwerk,  das dampfende Gras nach einem Gewitterschauer, die Abdrücke von Wolfspfoten im Sand.

 

Was mich am draußen sein begeistert, ist in erster Linie die Unmittelbarkeit der Erlebnisse und der empathische Kontakt mit der Natur. Im Gegensatz zum Stadtalltag erscheinen die Augenblicke hier viel gehaltvoller. Dabei wirken sie gleichzeitig weniger schrill und aufdringlich als in der Stadt. Es ist eine Binsenweisheit, dass der Aufenthalt in der Natur uns Erholung schenkt und den Stresspegel senkt. Mich überrascht es allerdings immer wieder, wie schnell diese Wirkung der Natur auf uns, im Alltag wieder in Vergessenheit gerät. Ein Wochenende in der Natur, auf Tuchfühlung mit den Elementen und es fällt uns wieder ein.

Das war für mich eigentlich das schönste an diesem Wochenende. Zu bemerken, wie es uns gut tut draußen zu sein. Das Spurenlesen war super interessant, keine Frage – Aber eigentlich war die Beschäftigung damit „nur“ ein guter Vorwand um uns wieder mit der Natur zu verbinden. Das wir dann am Abend tatsächlich noch einen Wolf in freier Wildbahn beobachten könnten, war einfach ein weiterer bereichernder und berührender Einblick in die Natur.

Vielen Dank an alle die mit dabei waren. Mai 2017 – Wolfstracking mit der BUNDjugend

© Martin Hahn